Sonntag, 2. Juni 2013

Der Autor

Nach seiner Ausbildung zum Verlagsbuchhändler und einer kurzen, recht explosiven Angestellten-Laufbahn als Assistent eines Kunstverlegers, Malers, Sammlers und Schriftstellers riskierte der 1949 in Hamburg geborenen Claus Deutelmoser 1971 in München den Einstieg in die Selbständigkeit als Autor und Texter.
Als Kolumnist behielt er die Berichterstattung für Handelsblatt, Welt am Sonntag und diverse Sportpublikationen selbst während seiner harten Zeit im zivilen Ersatzdienst bei. Um sich über Wasser zu halten, verdiente er seinen Lebensunterhalt währenddessen und danach auch noch als Werbetexter für Weltfirmen. Das ermutigte ihn dazu, von 1973 bis 1975 Mitbegründer und Partner einer kleinen Agentur zu werden.
In dieser Zeit erschien nebenher unter seinem Namen oder seiner Mitwirkung eine Reihe von sporthistorischen und sportpädagogischen Büchern. Er wirkte auch als Ghostwriter bei Olympia- und Weltmeisterschaftsfolianten von bekannten Fernseh- und Sportstars mit.
Mit dem Pauschalvertrag eines deutschen Großverlags sozial abgesichert, entschied sich Claus Deutelmoser dann endgültig für den Autoren-Journalismus. Es erschienen bis 1980 Serien, Interviews und Abenteuer-Reportagen, aber auch Prominenten-Portraits, Kurzgeschichten und Erzählungen. Besonders seine erotischen Erzählungen (Playboy, Penthouse, Lui) wurden für die Lizenz-Ausgaben im  internationalen Markt übersetzt.
1978 wurde er Chefredakteur einer großen Sportzeitschrift und Berater eines Sportverbandes.
Eine Tätigkeit, die er auch mit seinem Redaktionsbüro fast weitere 30 Jahre lang ausübte.
1981 übernahm er zusätzlich die Chefredaktion der gerade zuvor gegründeten Zeitschrift „TRAVELLER’s World“ und setzte mit ihr ein Jahrzehnt lang Maßstäbe für eine neue Form exklusiver Reise-Berichterstattung.
Claus Deutelmoser ist seit 1975 mit seiner Frau Elisabeth verheiratet, die er 1967 während der Lehrzeit im Wilhelm Goldmann Verlag kennen und lieben gelernt hatte. Das Paar hat zwei erwachsene  Kinder.
Seit seinem Rückzug aus dem Unternehmer-Dasein verbringt Claus Deutelmoser einen Teil des Jahres in einem mittelalterlichen, ligurischen Wehrdorf, schreibt dort, malt und  aber versuchte sich auch an einer symphonischen Dichtung. 
Seine “Denkfabrik“ war ein kleiner Fischkutter, mit dem er meist allein ausgedehnte Hochsee-Fangfahrten vor der Küste zwischen Imperia und Sanremo unternahm. Das Alter zwang ihn 2017 dazu, das Boot zu verkaufen.

Sein Credo jedoch bleibt unerschütterlich: „Wenn du erst einmal begriffen hast, dass es am Steuerruder des kleinsten Schiffes schöner ist als hinter dem größten Schreibtisch,  dann bist du auf dem richtigen Kurs!“
Aufgezeichnet von Reto Claude Tumless














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