Wachsstift mit Gouache übermalt und dann mit Klinge abgezogen. Eine Technik, die Claus Deutelmoser schon auf dem Gymnasium 1962 erlernt hat. Diese Grafik entstand aber kurz nach der Jahrtausendwende
Als Axel Hacke noch nicht der Berühmte Kolumnist war, schrieb er noch für die SZ-Sportredaktion. Bei den Olympischen Winterspielen von Sarajewo 1984 teilten wir uns ein Appartement im Journalisten-Dorf. Sein Buch über Verhörtes mit dem Titel : "Der weiße Neger Wumbaba" erschien 2004. Da hatten meine Kumpane und ich 1960 im Schullandheim schon lange eine Woche Küchendienst hinter uns, weil wir die wunderbaren Verse von Matthias Claudius bei nächtlicher Feierlichkeit mit diesem nur scheinbar witzigen Text verballhornt hatten. Die Grafik oben entstand nach einer Cena in Pizza auf der Burg, als auf einmal alle Nachbarn von uns Lieder hören wollten. Wir - meine beiden erwachsenen Kinder, meine Frau und ich - können dieses wunderbare Lied sogar vierstimmig und hatten damit großen Erfolg. Natürlich konnte ich alter Trottel mal wieder den weißen Neger nicht außen vor lassen. Als die Nachbarn nicht verstanden, weshalb meine Familie mich danach so tadelte, versuchte ich das mit meinem Speisekarten-Italienisch zu erklären. Das war dann natürlich noch unverständlicher... Weil das N-Wort mittlerweile verpönt war, gab ich dem Bild diesen unverfänglicheren Titel.
"Der Mond ist aufgegangen die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar; der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar..."
Vertont von Johann Abraham Peter Schulz
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