Samstag, 6. Juli 2024

Bild-Geschichten 3


Und aus den Wiesen steiget... 

Wachsstift mit Gouache übermalt und dann mit Klinge abgezogen.
Eine Technik, die Claus Deutelmoser schon auf dem Gymnasium 1962
erlernt hat. Diese Grafik entstand aber kurz nach der Jahrtausendwende


Als Axel Hacke noch nicht der Berühmte Kolumnist
war, schrieb er noch für die SZ-Sportredaktion.
Bei den Olympischen Winterspielen von Sarajewo 1984
teilten wir uns ein Appartement im Journalisten-Dorf.
Sein Buch über Verhörtes mit dem Titel :
"Der weiße Neger Wumbaba" erschien 2004.
Da hatten meine Kumpane und ich 1960 im Schullandheim
schon lange eine Woche Küchendienst
hinter uns, weil wir die wunderbaren Verse
von Matthias Claudius bei nächtlicher Feierlichkeit
mit diesem nur scheinbar witzigen Text
verballhornt hatten.
Die Grafik oben entstand nach einer
Cena in Pizza auf der Burg, als auf einmal 
alle  Nachbarn von uns Lieder hören wollten.
Wir - meine beiden erwachsenen Kinder, meine Frau und ich -
können dieses wunderbare  Lied sogar vierstimmig
und hatten damit großen Erfolg.
Natürlich konnte ich alter Trottel mal wieder
den weißen Neger nicht außen vor lassen.
Als die Nachbarn nicht verstanden, weshalb 
meine Familie mich danach so tadelte,
versuchte ich das mit meinem Speisekarten-Italienisch
zu erklären. Das war dann natürlich
noch unverständlicher...
Weil das N-Wort mittlerweile verpönt war,
gab ich dem Bild diesen unverfänglicheren Titel.



                                             "Der Mond ist aufgegangen
die goldnen Sternlein prangen
 am Himmel hell und klar; 
der Wald steht schwarz und schweiget, 
und aus den Wiesen steiget 
der weiße Nebel wunderbar..."

Vertont von Johann Abraham Peter Schulz





 

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