Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser! Könnt ihr Euch noch daran erinnern, dass im Deutsch-Unterricht Bildbeschreibungen auf dem Plan für die Hausaufgaben standen oder Thema einer Schulaufgabe waren?
Ich weiß nicht mehr von wem das Bild stammte, das ich bei einem Eignungstest fürs Gymnasium wohl derart bizarr beschrieb, dass man meinen Eltern den Rat gab, mit mir dringend einen Kinder-Psychologen aufzusuchen. Das Bild war monochrom und zeigte ein Mädchen etwa in meinem Alter, das traurig auf ein Saiteninstrument schaute. Den für die Psychologie entlehnten Begriff "Trigger" kannte ich damals noch nicht. Trigger ist ja normalerweise der Abzug einer Schusswaffe. Im Menschlichen Gehirn verursacht ein Trigger eine nicht vorhersehbare Abfolge von Reaktionen. In sofern hatte der Schul-Psychologe wohl recht: Das "Mädchen mit der Laute" wie ich es einfach - im Mangel an konkreter Erinnerung - nenne, war mein erster "Trigger".
Es konnte ja keiner ahnen, dass ich mal malen, und mein Beruf eine Verbindung von Bild und Sprache sein würde. Bilder zu malen, wurde zu idealen Selbst-Therapie. Vor allem hilft es, zu entschleunigen.
Weil mein Enkel bald in die dritte Klasse kommt, bereits sehr computer-affin ist und wir auch schon ein erstes Bild zusammen gemalt haben, bin ich jetzt auf die Idee gekommen, ihm hier für später einmal kompakt Anlässe und Auslöser für meine Gemälde zu hinterlassen. Sie werden ja wohl nach meinem Tod sowieso alle auf dem Sperrmüll landen.
Deshalb beginne ich jetzt - so lange ich mich noch an die Trigger erinnern kann - mit einer speziellen Auswahl, die keine Zurschaustellung sein soll, sondern eventuell Lebenshilfe durch die Tatsache, dass der Mensch kopfgesteuert eben ein sehr vielschichtiges Wesen haben kann
Corrida
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| Aquarell auf Bütten |
überzogen ist...)
zum Auftakt der Corrida San Isidro!

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