Öl auf Leinwand, Castello 2001
Das Ende der Karawane
Vielleicht weiß ich da ausnahmsweise mal etwas mehr als Wikipedia, und das liegt eventuell an den unterschiedlichsten Dialekten im Arabischen Raum: Al-Manaah bezeichnete in ihrer astronomischen Hochblühte vor rund 6000 Jahren den schon erstaunlich präzisen sich an Sirius orientierenden Sternen-Kalender der alten Ägypter. Nach meinen an Lagerfeuern in der Wüste erworbenen Kenntnissen wurde daraus durch zugeordnete, für den Fremden kaum zu unterscheidende Rachenlaute entweder das Firmament oder ein Lager unter freiem Nacht-Himmel. Demnach wäre das von mir leider so nur phonetisch empfangene "Al-Manaahemch" der Ort, wo die Karawanen rasten. Das kling eher nach dem Almanach, mit dem im Deutschen ursprünglich allein eine Sammlung von Bildern und Texten bezeichnet wurde. Was logischer wäre, weil früher solche Karawanen- Rastplätze der oft einzige Quell für Nachrichten, Beschreibungen aber auch sich fort spinnende Legenden gewesen ist. Auch die Attribute meines Bildes entsprangen ja nicht der Realität, sondern waren zusammen getragenes Hörensagen von Kamel-Führern bei Ausflügen mit den "Wüstenschiffen" auf der Sinai-Halbinsel und im Negev:
Die verbliebenen Kamele auf meinem Bild haben flache Höcker, was signalisiert, dass sie ihre Wasser- und Kraft-Reserven so gut wie aufgebraucht haben und deshalb auch keine Last mehr tragen müssen. Der Karawanen-Führer klammert sich, während er bei untergehender Sonne die vermeintlich letzte Wegstrecke beginnt, an den Schwanz des Kamels. Er vertraut dem Instinkt seiner Tiere, auch bei Nacht den richtigen Weg zu finden, mehr als seinen schwindenden Kräften. An Last trägt er nur noch seine Flinte, mit der er die Qual beim Scheitern kurz beenden könnte. - Das klassische Ende einer verloren gegangenen Karawane... . |
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