Donnerstag, 3. Oktober 2024

Bilder-Geschichten 43 und 44


Manche Autoren schmücken sich gerne mit fremden Federn. Dilettantische Maler wie ich, versuchen gelegentlich Stile von Könnern nachzuahmen.  Aber Schmücken mit "fremden Pinseln" kann man dieses "Abkupfern" nicht gerade nennen...

Öl auf Leinwand,
Planegg 1990er

Klimts Muse

Da war das Drama um die 
Goldene Variante von
Gustav Klimts Model
aus noblen Hause,
die der Raubkunst anheim
gefallen war. Aber es war
eher die Ausstellung seines
Werkes, die ich in Venedig sah,
die mich animierte. Welch meisterhafte
Produktivität in Klimts
derart dramatisch kurzem Leben!
Ich war versessen auf die Sinnlichkeit
dieses Gesichtes und bin kläglich
daran gescheitert, sie in meiner
Studie nur annähernd zu treffen.
Ich habe sie trotzdem
schön rahmen lassen. Sie hängt hier 
bei meinen Schönheiten
-wie auch die Dame unten.




Migräne

Ich weiß nicht mehr,
wieso ich dieses Bild  so
genannt habe. Es entstand
in dem für mich so turbulenten
Jahr 2000 im Kreis meiner
Strandclique an der
Atlantikküste. Ich weiß
auch nicht, ob der
Maler Jean-Francois G. 
noch lebt oder sich
jemals geoutet hat. Jedenfalls
wird das Beachgirl
vom FKK-Strand auch wohl
kaum noch so aussehen.
Der Künstler wurde
von Damen umschwärmt,
 deren Körper er rasant in Skizzen
zu Papier brachte. Interessiert war er
 aber eher an den
Kerlen im Adamskostüm, 
weshalb er mich ohne Eifersucht
partizipieren ließ und
mir nebenbei Tricks seiner 
überwiegend monochromen  
Maltechnik verriet.
Leider brach der Kontakt 
durch unseren Umzug nach Italien
noch im selben Jahr ab.
Meine Skizze wurde erst  in
Castello zum monochromen 
Ölgemälde. Übrigens
mein einziger Akt nach
lebendem Vorbild.







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