Manche Autoren schmücken sich gerne mit fremden Federn. Dilettantische Maler wie ich, versuchen gelegentlich Stile von Könnern nachzuahmen. Aber Schmücken mit "fremden Pinseln" kann man dieses "Abkupfern" nicht gerade nennen...
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Öl auf Leinwand, Planegg 1990er
Klimts Muse
Da war das Drama um die Goldene Variante von Gustav Klimts Model aus noblen Hause, die der Raubkunst anheim gefallen war. Aber es war eher die Ausstellung seines Werkes, die ich in Venedig sah, die mich animierte. Welch meisterhafte Produktivität in Klimts derart dramatisch kurzem Leben! Ich war versessen auf die Sinnlichkeit dieses Gesichtes und bin kläglich daran gescheitert, sie in meiner Studie nur annähernd zu treffen. Ich habe sie trotzdem schön rahmen lassen. Sie hängt hier bei meinen Schönheiten -wie auch die Dame unten.
Migräne
Ich weiß nicht mehr, wieso ich dieses Bild so genannt habe. Es entstand in dem für mich so turbulenten Jahr 2000 im Kreis meiner Strandclique an der Atlantikküste. Ich weiß auch nicht, ob der Maler Jean-Francois G. noch lebt oder sich jemals geoutet hat. Jedenfalls wird das Beachgirl vom FKK-Strand auch wohl kaum noch so aussehen. Der Künstler wurde von Damen umschwärmt, deren Körper er rasant in Skizzen zu Papier brachte. Interessiert war er aber eher an den Kerlen im Adamskostüm, weshalb er mich ohne Eifersucht partizipieren ließ und mir nebenbei Tricks seiner überwiegend monochromen Maltechnik verriet. Leider brach der Kontakt durch unseren Umzug nach Italien noch im selben Jahr ab. Meine Skizze wurde erst in Castello zum monochromen Ölgemälde. Übrigens mein einziger Akt nach lebendem Vorbild.
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