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| Öl auf Leinwand, Castello 2003 |
Herbst im Apennin
Wiedermal nur eine Momentaufnahme
im Kopf. Ein kurzer Seitenblick
auf einer kurvigen Straße im
Licht der aufgehenden Sonne.
Keine Möglichkeit am Straßenrand
zu parken, um das ganze zu
verinnerlichen. Den Ausblick, der ja
nicht weit von hier gewesen sein muss,
habe ich nie wieder gefunden.
Wenn ich aus dem Kopf male,
wirken meine Bilder immer so naiv.
Heile Welt eben, aber verwirrt
von der zusätzlich zu verinnerlichenden
Sprache - die falsche Bildunterschrift.
Im Italienischen wird der Apennin
Appennino geschrieben.
Also zwei Fehler in einem Wort!
Setzen sechs! Es ist aber eben auch nur
ein sehr kleines Bild aus der Erinnerung...
Ein, zwei Wochen noch, dann verkündete uns
die Verfärbung der Steineichen und Erlen, dass der
alljährliche, immer schmerzliche Aufbruch
in das andere Leben nahte.

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