Also gut, das wissen
wir und sind ganz frei:
Weihnachtsbäume zu
kaufen, ist keine Sünde
Die Umwelt und die Bäume leiden nicht dabei.
Wär’ also kein Akt,
wenn da nicht die Frage stünde:
Was für einen kaufen
wir denn bloß?
Schlagen wir ihn
selbst im finstren Tann?
Reißen der Natur ihn
aus dem Schoß?
Nehmen wir Fichte,
Kiefer oder Nordmann?
Aus artgerechter
Bodenhaltung mit Auslauf?
Oder aus einer Quick-Kultur
wie ein Gemüse?
Das Timing ist auch
ein Problem beim Kauf.
Da geht einem doch
ganz schön die Düse…
Ich will einen
Großen, sie nur einen kleinen.
Sie bloß kein
Lametta, ich einen voll behängten,
Ich einen bäuerlich Groben,
sie einen edlen Feinen.
Im Streit als bald
sind wir die Gekränkten.
Dabei müsste doch
der Baum beleidigt sein.
Geschlagen, um für wenige,
glänzende Augenblicke
Noch auf zu blühen
im stillen Kerzenschein.
Nadelnd und darob verflucht, hackt man ihn in Stücke…
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen